Eskalierter Oracle-ULA-Konflikt nach Vertragsende gelöst – Sauberer Zertifizierungsweg und strategischer Ausstieg für einen internationalen Konzern (200.000+ Mitarbeitende)

Die Ausgangslage: Als die ULA-Zertifizierung plötzlich infrage stand

Branche: internationalen Konzern (200.000+ Mitarbeitende)

Die ULA war bereits seit fast einem Jahr ausgelaufen, doch die eigentlich erforderliche Zertifizierung der genutzten Lizenzen konnte nicht durchgeführt werden. Hintergrund war ein grundlegender Konflikt mit Oracle über die korrekte Zählweise der installierten Software in einer virtualisierten Infrastruktur. Der Kunde war faktisch vertragslos, während gleichzeitig ein erhebliches Risiko einer Non-Compliance-Forderung im Raum stand.

Das Ziel: Entwicklung einer rechtlich und lizenzrechtlich belastbaren Lösung für die Zertifizierung sowie die Schaffung einer Grundlage für den sauberen Ausstieg aus dem ULA-Modell.

Die Hürde

  • Unklare Lizenzregeln für virtualisierte Umgebungen
  • Fehlende Segregation von Oracle-Workloads
  • Massiv unterschiedliche Interpretationen der Lizenzzählung zwischen Kunde und Oracle
  • Blockierte Zertifizierung der ULA durch Oracle
  • Ein zunehmend eskalierender Konflikt mit Oracle

Der Praetorian-Ansatz

Umfassende Analyse der vertraglichen und lizenzrechtlichen Optionen:

  • Status-Quo-Sicherung & Deeskalation als neutrale Instanz
  • Technische Voraussetzungen für eine saubere Segregation geschaffen. Durch eine präzise Dokumentation der Workloads konnten wir die maximale Zählweise des Herstellers auf eine faktenbasierte, tatsächliche Nutzung reduzieren.
  • Vertragliches Re-Engineering: Wir verhandelten eine spezifische Segregation Clause und eine verbindliche Zählmethodik. Zudem wurden die Kundendefinition erweitert und der Zertifizierungszeitraum ausgeweitet, um dem Mandanten operative Luft zu verschaffen.

Dies ermöglichte eine fundierte Positionierung des Kunden gegenüber Oracle.

Das Ergebnis

64 % Einsparung und Absicherung gegen Non-Compliance-Forderungen

  • Konfliktlösung
  • Beendigung eines über Monate eskalierten Konflikts mit Oracle
  • Wiederherstellung eines klaren und strukturierten Zertifizierungsprozesses
  • Risikominimierung
  • Absicherung gegen Non-Compliance-Risiken
  • Schaffung klarer vertraglicher Regeln für virtualisierte Umgebungen
Die Zertifizierung einer großen Installationsbasis nach einem „All-you-can-eat“-Vertrag (Oracle ULA) bietet keine automatische Absicherung gegen Non-Compliance. Im Gegenteil: In komplexen, virtualisierten IT-Landschaften kann eine solche Zertifizierung neue und teilweise erhebliche Lizenzrisiken schaffen, wenn Zählregeln und Infrastruktur nicht sauber geregelt sind.

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